Informationen zum Baugeschehen in unserer Gemeinde
Die St. Petri-Pauli-Kirche ist im Jahr 2011 wegen Umbauarbeiten nicht geöffnet!
Neueröffnung am 29. April 2012
Die industrielle Entwicklung des Mansfelder Landes in den letzten Jahrhunderten, besonders der
Kupferschieferbergbau und die anschließende Verhüttung des dabei gewonnenen Erzes, haben
unübersehbare Spuren an der St. Andreaskirche und der St. Petri-Pauli-Kirche hinterlassen.
Dazu kamen in den zurückliegenden Jahrzehnten - durch mangelnde finanzielle Mittel bedingt – erhebliche
bauliche Vernachlässigungen. Dies führte teilweise zu schweren Schäden am Naturstein der beiden
Kirchengebäude.
Einige davon konnten aber in den letzten Jahren durch umfassende Sanierungsarbeiten schon behoben
werden.
An der St. Andreaskirche - der Kirche, in der Dr. Martin Luther wenige Tage vor seinem Tod im Februar
1546 seine letzten Predigten hielt - erfolgte die Instandsetzung des Mauerwerkes aus bautechnologischen
und finanztechnischen Gründen seit 2005 in mehreren Bauabschnitten. Ziel dieser Baumaßnahmen waren
die Wiederherstellung der statisch-konstruktiven Standsicherheit des Westbaues der Kirche sowie die
Instandsetzung, Restaurierung und die Konservierung der Kirchenaußenwände einschließlich der
Gesimse. Sämtliche Architektur- und Gestaltungsteile wurden dabei restauriert und konservatorisch
behandelt. Abschließend erfolgte eine Neuverfugung aller Flächen.
Die St. Petri-Pauli-Kirche hat als Taufkirche Dr. Martin Luthers eine hohe internationale Bedeutung.
Deshalb wurde diese Kirche auch schon zu DDR-Zeiten instand gehalten. Die damaligen Maßnahmen
erfolgten aber nur im Kircheninnenraum. Die äußere Hülle wurde dabei leider vernachlässigt. So
entstanden im Laufe der Zeit am Turmmauerwerk schwere bauliche Schäden. Bereits im Jahr 1993
erfolgte die Sperrung des Treppenturmes.
Gleichzeitig wurde für die Glocken ein Läuteverbot ausgesprochen. Als eines der größten und schwersten
Stadtkirchengeläute im deutschen Sprachraum verfügt das Glockengeläut der St. Petri-Pauli-Kirche über
eine außerordentliche Klangfülle. Im Jahr 2008 konnten die umfangreichen Sanierungsarbeiten am
Glockenturm endlich abgeschlossen werden. Seit dieser Zeit ist der Klang der Glocken von St. Petri-Pauli
wieder weit über die Dächer der Lutherstadt Eisleben hinaus zu hören.
Im Hinblick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahre 2017 liegt vor unserer Gemeinde nun der
Aufbau eines „Zentrums Taufe“. Die St. Petri-Pauli-Kirche soll zum Mittelpunkt für das ökumenische
Taufgedenken werden. Die Umgestaltung des Kircheninnenraumes wird dabei entsprechend der
Tauftheologie Martin Luthers erfolgen.
Dafür sind Fördermittel aus dem „Konjunkturpaket 2“ der Bundesregierung sowie vom „Förderprojekt zur
Verbesserung des Umfeldes von Welterbestätten der UNESCO“ beantragt.
Doch zur Aufbringung der Eigenanteile für die Bewilligung dieser Fördermittel benötigen wir Ihre Hilfe.
Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten, können Sie Ihre Spenden gern auf das untenstehende Konto
überweisen.
Wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Mithilfe und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Besucher
unserer Kirchen in der Lutherstadt Eisleben begrüßen könnten.
Bankverbindung: Sparkasse Mansfeld-Südharz
Konto-Nummer: 039 010 8170
Bankleitzahl: 800 55 008
Zweck: ANP - Bauvorhaben
Gemeindekirchenrat St. Andreas-Nicolai-Petri